Fame After Death: All O(h)r Nothing

FENSTER BASEL

#23

FABIO LUKS

März 2020 Bis Mitte Juni 2020

Am Sonntag den 15. März 2020 (15 bis 17 Uhr) eröffnet Fenster Basel #23 mit einer neuen Arbeit von Fabio Luks (CH).

Fame After Death ist ein fortlaufendes Projekt, dass sich mit Klischees über KünstlerInnen auseinandersetzt und die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft thematisiert. Die Ausstellung All O(h)r Nothing bezieht sich auf das Kunstmachen im Allgemeinen. Es handelt sich dabei um ein Diktum, dass sich Künstler zuweilen selbst auferlegen: Man kann nicht ein wenig Kunst machen; entweder arbeitet man Tag und Nacht an seinen Werken oder man lässt es lieber gleich bleiben. Solange nur das Ohr keinen Schaden nimmt!

Fenster Basel freut sich sehr, Ihnen diese Ausstellung von Fabio Luks zeigen zu können. Sie sind herzlich eingeladen.

St. Johanns-Ring / Basel (zwischen Metzerstrasse und Hebelstrasse) täglich 24 Stunden geöffnet

www.facebook.com/fensterbasel

02-04-2020

CHAI - חי. Oder wenn Grabsteine vom Leben erzählen

Eine Installation von Fabio Luks

Februar 2020 - Frühjahr 2022

Das Jüdische Museum der Schweiz zeigt die Installation «CHAI - חי. Oder wenn Grabsteine vom Leben erzählen» des Schweizer Künstlers Fabio Luks. Vier Skulpturen treten im Museumsinnenhof mit mittelalterlichen Grabsteinen in einen Dialog und stellen Fragen nach der Bedeutung des Lebens und des Todes. 

«CHAI» ermöglicht eine neue Begegnung mit den ausgestellten Basler Grabsteinen, deren ältester aus dem Jahr 1222 stammt: Auf vier Skulpturen, die in ihrer Ästhetik und Materialität den mittelalterlichen Grabsteinen nachempfunden sind, ist das hebräische Wort CHAI/ חי eingraviert, das «lebend» beziehungsweise «er/sie/es lebt» bedeutet. Zudem haben die vier Skultpuren die Form von vier Buchstaben, die von links nach rechts in gewohnter Leserichtung als C-H-A-I gelesen werden können.

Luks stellt das Leben dem Tod gegenüber. Er bezieht sich dabei auf die jüdische Tradition, einen Friedhof als Haus der Ewigkeit (beith almin) und als Haus des Lebens (beith chaim) zu bezeichnen. Im Sprachgebrauch leben die Verstorbenen weiter. Sprache spielt für Luks’ Kunstschaffen eine überragende Rolle. Die eingemeisselten Texte machen Gestein zum Gedächtnisträger – sie machen Mineralien zum Menschen.

02-04-2020

"DU" als digitales Objekt bei der edition taberna kritika

„DU“ ist ein Künstlerbuch, das das Lesen eines Buches ad absurdum führt. Pro Seite ist näm- lich nur ein Buchstabe abgebildet und zu lesen. Als ob dies nicht schon genug hinderlich wäre für den Lesefluss, sind die Buchstaben, die im Original pastos mit Acryl auf Papier gemalt wurden, auch noch figurativ verformt und somit nicht direkt oder kaum lesbar. Schaut man hier also auf Bilder oder Buchstaben? Und soll man lesen oder nur schauen? Über 84 Seiten können wir nun dieser spielerischen Choreografie der Buchstaben folgen, mal lesend (die 84 Buchstabenbilder bilden zusammen zwei Sätze) und mal nur betrachtend und im besten Fall mit einem Schmunzeln im Mundwinkel. „DU“ gibt es auch als nummerierte und signierte Auflage in der edition clandestin.

http://www.etkbooks.com/du/

20-02-2020

Fame After Death: The Prologue 

Vernissage: 31 October 2019, 18h to 20h at balzer project, Basel

1.11.2019 – 21.12.2019

Ausgehend von dem Klischee, das man als KünstlerIn oft zu hören bekommt: "wahrscheinlich wirst du dann erst nach dem Tod berühmt", wurde die Marke "Fame After Death" entwickelt. Dazu gibt es ein passendes Logo mit einem linken Ohr, «I Love F.A.D.-Sticker» und auch die Unterschrift F.A.D. auf Gegenständen und Leinwänden.

Mit dem Ohr wird ein Bezug zu Van Gogh hergestellt, auf den dieser Mythos der posthumen Berühmtheit zurückgeht. Van Gogh gehört in der Kunstgeschichte aber zu den ganz wenigen Beispielen, wo ein künstlerisch weitgehend "erfolgloses" Leben zu Weltruhm nach dem Tod geführt hat. Die meisten KünstlerInnen, die zu Lebzeiten keine Aufmerksamkeit bekamen, geraten nach ihrem Ableben oft komplett in Vergessenheit. "Fame After Death" ist somit für KünstlerInnen kein erstrebenswertes Konzept. Durch die Etablierung u.a. als Marke wird jedoch von Fabio Luks genau das Gegenteil intendiert, was "Fame After Death" aussagt, nämlich den "Fame During Life". Marcel Broodthaers hat einmal die "Ansicht" vertreten, "dass eine künstlerische Theorie letztlich als Werbung für das künstlerische Produkt funktioniert". "Fame After Death" ist nicht wirklich eine Theorie, sondern vielmehr ein Klischee, dass eine künstlerische Transformation erfährt. Trotzdem funktioniert das Klischee in diesem Fall auch als Werbung für die ausgestellten Arbeiten.

21-10-2019