KUNST IM SETZKASTEN

90 Werke von 90 Künstler*innen aus Österreich, aus der Schweiz, aus Deutschland, aus weiteren europäischen Ländern und aus den USA

Die ursprünglich 12 Schubladen des Setzkastens wurden zu sechs Schubladen zusammengefasst und in je 15 gleichgroße „Räume“ mit den Maßen 10 x 20 x 11 cm unterteilt. Um den Versand an die teilnehmenden Künstler*innen zu vereinfachen, wurden weiße herausnehmbare Schachteln produziert. Jede Schublade sollte von einem anderen Kurator, einer anderen Kuratorin bespielt werden. Die Leiterin der Galerie für Gegenwartskunst im E-Werk Freiburg, Heidi Brunnschweiler, der freie Kurator Hartwig Knack aus Wien und die Leiter*innen des Ausstellungsraums Galerie 3000 in Bern, Caroline von Gunten und Simon Liebherr, konnten für das Projekt gewonnen werden. Die Kurator*innen hatten freie Hand, was Thema und Auswahl der Künstler*innen betrifft.

Der Umgang der eingeladenen Künstler*innen mit der zur Verfügung gestellten weißen Schachtel kann grob in zwei Strategien unterteilt werden: Die einen nutzen den Raum im Sinne eines modellhaften, verkleinerten Ausstellungsraums.
Die anderen sehen die Box als Behältnis für ein „umverkleinertes“ Objekt. Zuweilen lassen sich beide Lesarten nicht voneinander trennen. So ist der Betrachter gezwungen, immer wieder seinen Blickwinkel zu ändern und den Maßstab anzupassen.

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung am
Samstag, 19. September 2020,
in der Zeit von 10.00 – 22.00 Uhr
im Forum Kunst am Friedrichsplatz

Dauer der Ausstellung:
19. September bis 1. November 2020

 

 

23-09-2020

Fame After Death: All O(h)r Nothing

FENSTER BASEL

#23

FABIO LUKS

März 2020 Bis Mitte Juni 2020

Am Sonntag den 15. März 2020 (15 bis 17 Uhr) eröffnet Fenster Basel #23 mit einer neuen Arbeit von Fabio Luks (CH).

Fame After Death ist ein fortlaufendes Projekt, dass sich mit Klischees über KünstlerInnen auseinandersetzt und die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft thematisiert. Die Ausstellung All O(h)r Nothing bezieht sich auf das Kunstmachen im Allgemeinen. Es handelt sich dabei um ein Diktum, dass sich Künstler zuweilen selbst auferlegen: Man kann nicht ein wenig Kunst machen; entweder arbeitet man Tag und Nacht an seinen Werken oder man lässt es lieber gleich bleiben. Solange nur das Ohr keinen Schaden nimmt!

Fenster Basel freut sich sehr, Ihnen diese Ausstellung von Fabio Luks zeigen zu können. Sie sind herzlich eingeladen.

St. Johanns-Ring / Basel (zwischen Metzerstrasse und Hebelstrasse) täglich 24 Stunden geöffnet

www.facebook.com/fensterbasel

02-04-2020

CHAI - חי. Oder wenn Grabsteine vom Leben erzählen

Eine Installation von Fabio Luks

Februar 2020 - Frühjahr 2022

Das Jüdische Museum der Schweiz zeigt die Installation «CHAI - חי. Oder wenn Grabsteine vom Leben erzählen» des Schweizer Künstlers Fabio Luks. Vier Skulpturen treten im Museumsinnenhof mit mittelalterlichen Grabsteinen in einen Dialog und stellen Fragen nach der Bedeutung des Lebens und des Todes. 

«CHAI» ermöglicht eine neue Begegnung mit den ausgestellten Basler Grabsteinen, deren ältester aus dem Jahr 1222 stammt: Auf vier Skulpturen, die in ihrer Ästhetik und Materialität den mittelalterlichen Grabsteinen nachempfunden sind, ist das hebräische Wort CHAI/ חי eingraviert, das «lebend» beziehungsweise «er/sie/es lebt» bedeutet. Zudem haben die vier Skultpuren die Form von vier Buchstaben, die von links nach rechts in gewohnter Leserichtung als C-H-A-I gelesen werden können.

Luks stellt das Leben dem Tod gegenüber. Er bezieht sich dabei auf die jüdische Tradition, einen Friedhof als Haus der Ewigkeit (beith almin) und als Haus des Lebens (beith chaim) zu bezeichnen. Im Sprachgebrauch leben die Verstorbenen weiter. Sprache spielt für Luks’ Kunstschaffen eine überragende Rolle. Die eingemeisselten Texte machen Gestein zum Gedächtnisträger – sie machen Mineralien zum Menschen.

02-04-2020

"DU" als digitales Objekt bei der edition taberna kritika

„DU“ ist ein Künstlerbuch, das das Lesen eines Buches ad absurdum führt. Pro Seite ist näm- lich nur ein Buchstabe abgebildet und zu lesen. Als ob dies nicht schon genug hinderlich wäre für den Lesefluss, sind die Buchstaben, die im Original pastos mit Acryl auf Papier gemalt wurden, auch noch figurativ verformt und somit nicht direkt oder kaum lesbar. Schaut man hier also auf Bilder oder Buchstaben? Und soll man lesen oder nur schauen? Über 84 Seiten können wir nun dieser spielerischen Choreografie der Buchstaben folgen, mal lesend (die 84 Buchstabenbilder bilden zusammen zwei Sätze) und mal nur betrachtend und im besten Fall mit einem Schmunzeln im Mundwinkel. „DU“ gibt es auch als nummerierte und signierte Auflage in der edition clandestin.

http://www.etkbooks.com/du/

20-02-2020